Junge Frau sitzt auf Felsen im Meer und genießt die Sonne

Das Geheimrezept für ein erfülltes Leben

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Zugegeben, es ist gar nicht so geheim. Du kennst es vermutlich längst und weißt es gar nicht. Es handelt sich um Ressourcen. Im Alltag referieren wir mit Ressourcen auf physische Ressourcen (z.B. Öl, Kohle, Holz etc.) oder auf andere natürlich vorkommende Ressourcen wie etwa die Sonne oder Wind. Auch der Duden definiert Ressourcen dahingehend:

„natürlich vorhandener Bestand von etwas, was für einen bestimmten Zweck, besonders zur Ernährung der Menschen und zur wirtschaftlichen Produktion, [ständig] benötigt wird“1

Ich und die anderen

Die Nutzung dieser Ressourcen beeinflusst unsere Umwelt und somit auch unser Leben. Meiner Beobachtung nach, fühlen wir uns in Deutschland oft sicher. Trotz der aktuellen Pandemielage leben wir sicher. Die meisten Menschen in Deutschland müssen keinesfalls unter Hunger leiden, wir haben eine sehr gute Versorgung im Krankheitsfall und auch Naturkatastrophen sind in ihrer Häufigkeit (noch) überschaubar. Aus diesem Gefühl der Sicherheit heraus entwickelt sich aber auch schnell etwas, das ich als Arroganz wahrnehme. Solange es uns gut geht, richten nur wenige (aber zum Glück immer mehr) den Blick nach außen und fragen, ob es auch anderen gut geht. Erst wenn wir feststellen, dass es uns selbst nicht gut geht, fragen wir nach anderen. Wer kann mir helfen? Am Ende sind wir doch soziale Wesen und brauchen auch bei absoluter Gesundheit andere Personen. Gleichzeitig haben wir aber alles was wir benötigen auch schon in uns und dieses „alles“ sind unsere Ressourcen.

Ressourcen in der Psychologie

Die Psychologie bildet ein großes Feld. Demnach gibt es auch nicht die einzige Definition von Ressourcen. Generell kann man aber sagen, dass Ressourcen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten darstellen und somit identitätsspezifische Potentiale bilden. Im Neuro-Linguistic-Programming (NLP) beziehen sich Ressourcen auf nutzbare Energien, die dem Erreichen von Zielen auf Verhaltensebene dienen.2

Ressourcen und Kultur

Der Soziologe Pierre Bourdieu (1930-2002) bemühte sich um eine theoretische Verortung von Ressourcen. Er verstand die Gesellschaft als sozialen Raum und unterscheidet drei Arten von Kapital: ökonomisches, soziales und kulturelles Kapital. Das ökonomische Kapital bezieht sich auf Geld und Vermögen. Das soziale Kapital bilden Ressourcen, die sich auf Gemeinschaft beziehen (Beziehungen). Das kulturelle Kapital lässt sich in sich nochmals in drei Erscheinungsformen unterteilen. Inkorporiert ist es die erworbene Bildung. Objektiviert existiert es in materiellen Ausprägungen (Bücher etc.) und institutionalisiert durch institutionelle Anerkennungen wie etwa durch Zertifikate, Zeugnisse und Titel. Jeder Mensch hat so einen spezifischen und doch kultur- und gesellschaftsabhängigen Habitus. Dadurch entsteht aus dem Dualismus aus Individuum und Gesellschaft eine Einheit. So existiert der Habitus eines jeden Menschen in seinem Inneren und Äußeren.3

Einheit

Oftmals fokussieren wir uns mehr auf das was um uns herum passiert, anstatt auf das was in uns passiert. Dabei sind negative oder zumindest unerwartete Informationen sogar häufiger, denn diese sind weniger „normal“ als die Positiven. Wir erinnern uns. Das war doch der Tag an dem x! Positives zu Erleben ist aber notwendig um sich gut zu fühlen. Wir müssen uns von innen heraus (Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstliebe) und von außen her (Umwelt, Ernährung, Stabilität) nähren um uns gut zu fühlen. Natürlich ist nicht immer alles toll und schön, aber das Positive soll überwiegen. Positive Erfahrungen und Erinnerungen sind unsere Ressourcen, die wir brauchen um auch schlechte Situationen zu überwinden. „Eine Ressource kann alles sein, was wir als hilfreich und wertvoll erleben und was zu einer guten Befriedigung unserer körperlichen und psychischen Grundbedürfnisse beiträgt.“4 Manchmal ist es gar nicht so einfach unseren Blick auf diese Ressourcen zu lenken, weil wir sie einfach nicht erkennen. Sie sind zu normal. Sonnenschein, ein Regenbogen, ein warmes bequemes Bett, genug zu Essen, sauberes Wasser, frische Luft… Wir nehmen uns als Individuum wahr und vergessen, dass wir ein Teil des Universums sind. Wir müssen auch nicht warten bis etwas Gutes passiert, wir sind in der Lage Gutes zu tun und zu erschaffen. Wir bilden eine Einheit mit unseren inneren und äußeren Ressourcen, nehmen für uns geschaffene Ressourcen auf und erschaffen gleichzeitig Ressourcen für andere. Im folgenden Abschnitt findest du 5 Ideen wie du deine Ressourcen nähren kannst.

5 Ideen um die eigenen Ressourcen zu nähren

  1. Dankbarkeitstagebuch: Schreibe dir täglich alle positiven Dinge auf (egal wie klein und „unbedeutend“). Erfreue dich nochmals an ihnen, wenn du sie dir bewusst machst. Du kannst diese Übung auch in deinem Kopf als eine Art Meditation machen.
  2. Meditation: Konzentriere dich nur auf dich selbst und schenke dir die wertvollste Ressource, die wir zur Verfügung haben: Zeit.
  3. Asanas: Rolle die Yogamatte aus und schenke deinem Körper achtsame Bewegungen um ihn von Verspannungen zu lösen, ihn zu dehnen und zu stärken.
  4. Helfen: Helfen kann einfach sein und muss nichts kosten! Schenke jemandem ein Lächeln (und erhalte eines zurück). Höre deiner Freundin einfach zu. Frage eine andere Person wie es ihr geht. Frage dich selbst wie es dir geht.
  5. Engagieren: Bereits kleine Summen oder kleine Taten (Müllsammeln z.B.) können Großes bewirken, wenn es viele tun. Schließe dich einer Gruppe an, oder tue alleine etwas Gutes. Hier meine Top 3 Empfehlungen:

Kann man Yoga verkaufen? Darum ging es im vorherigen Artikel. Falls dich auch dieses Thema interessiert, klicke auf „Zum Artikel“.

Quellen

1 Duden online (letzter Zugriff 25.02.2022)

2 Mehr zu Ressourcen in der Psychologie (letzter Zugriff 25.02.2022)

3 Mehr zu Pierre Bourdieu (letzter Zugriff 25.02.2022)

4 Ressourcenaktivierung (letzter Zugriff 25.02.2022)

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